Bei Parkinson sterben Nervenzellen im Gehirn ab, die den Botenstoff Dopamin produzieren.
Dopamin ist entscheidend für:
Bewegungssteuerung
Muskelspannung
Bewegungsfluss
Automatisierte Abläufe (z.B. Gehen)
Fehlt Dopamin, entstehen typische Symptome wie:
Bewegungsverlangsamung
Steifheit
Zittern
Gangstörungen
Parkinson ist deshalb in erster Linie eine Störung der Bewegungssteuerung – nicht der Muskeln selbst.
Das Gehirn verliert zunehmend die Fähigkeit, Bewegungen automatisch zu steuern.
Was früher "von selbst" ging – z.B.:
Aufstehen
Drehen
Gehen
Gleichgewicht halten
muss plötzlich bewusst gesteuert werden.
Typische Folgen:
kleinere Schritte
Startprobleme beim Gehen
Einfrieren (Freezing)
erhöhte Sturzgefahr
Ohne Training kann sich diese Entwicklung verstärken.
Freezing ist ein plötzliches „Festkleben“ der Bewegung.
Betroffene wollen losgehen – aber der Körper reagiert nicht.
Typisch:
vor Türen
beim Drehen
beim Starten
Ursache ist eine Blockade in der Bewegungsplanung des Gehirns.
Das Nervensystem steuert nicht nur Bewegung, sondern:
Muskeln
Gleichgewicht
Organe
Durchblutung
Sprache
Hormone
Wie die Übersicht auf Seite 8 zeigt, beeinflusst es praktisch alle Körperfunktionen.
Wenn die Steuerung gestört ist, entstehen Symptome – selbst wenn Muskeln eigentlich funktionieren.
Der Körper funktioniert als vernetztes System.
Der Bericht erklärt (Seite 7), dass eine Störung an einer Stelle:
→ Haltung verändert
→ Belastung verschiebt
→ Schmerzen oder Fehlbewegungen auslösen kann
Beispiel:
Ein Problem im Fuss kann langfristig Rückenprobleme verursachen.
Alle Körperfunktionen werden vom zentralen Nervensystem gesteuert (Seite 7).
Wenn die Steuerung verbessert wird:
→ beeinflusst dies den ganzen Bewegungsapparat
Darum setzt moderne Therapie an der Bewegungskoordination an.